Fruchtig, cremig, einfach gemacht: Dieses hausgemachte Apfelmus ist in 30 Minuten auf dem Tisch, funktioniert mit nur wenigen Zutaten und kann komplett ohne Zucker gekocht werden. Perfekt für Porridge, Pfannkuchen, Waffeln, Kuchenfüllungen oder einfach so vom Löffel.

Warum du mein Apfelmus lieben wirst
- Samtig & cremig: Durch das schonende Köcheln werden die Äpfel wunderbar weich. Die Konsistenz kannst du dabei bestimmen: stückig gestampft oder fein püriert.
- Natürlich süß: Einige Apfelsorten sind von Natur aus süßer, so brauchst du oft keinen zusätzlichen Zucker. Wenn du möchtest, süße nach Geschmack.
- Vegan & unkompliziert: Aus der Vorratskammer, ohne fancy Equipment und ideal zum Vorkochen.
- Vielseitig: Pur, als Topping zum Dessert, im Kuchen oder eingefroren als Grundlage für Smoothies oder den Notfall.
Die besten Apfelsorten für cremiges Apfelmus
Grundsätzlich eignen sich aromatische, süß-säuerliche Sorten am besten. Sie haben ein tolles Aroma und werden beim Köcheln schnell weich. Hier findest du eine Übersicht einiger bekannter Sorten:
- Boskop: säuerlich-aromatisch, zerfällt beim Kochen schnell. Ideal für besonders samtiges Apfelmus oder Kuchen.
- Elstar: süß-säuerlich, sehr fruchtig und saftig; Gut geeignet für ein Mus, das du ohne Zucker kochen willst.
- Braeburn: ; süß-säuerlich, gekocht bleibt er etwas strukturierter.
- Golden Delicious: mild süß. Gut in Sorten-Mixen, wenn du weniger Säure möchtest.
- Gala – süß und mild; gut zum Ergänzen säuerlicherer Sorten (oder für Mus ganz ohne Zucker).
- Jonagold – honigsüß mit wenig Säure; funktioniert super als Solo-Apfel.
- Granny Smith – sehr säuerlich, knackig; würde ich eher als kleinen Anteil im Mix ergänzen. Bringt aber zusammen mit Zitrone eine schöne helle Farbe.
- Cox Orange – aromatisch mit feiner Säure; passt toll zu Zimt und Vanille.
- Pink Lady – süß-säuerlich, gut für Mus mit etwas Biss.
- Idared – mild-säuerlich, eher knackig und gut, wenn du das Mus stückig magst oder Apfelkompott zubereitest.
Fürs Apfelmus liebe ich einen Sorten-Mix: z. B. Boskop + Elstar + Braeburn + Golden Delicious. Also mixe gerne 2-4 Sorten, je nachdem wie süß oder säuerlich es sein soll.
Tipp: Ältere, schon etwas schrumpelige Lageräpfel sind super fürs Mus und so muss auch nichts weggeschmissen werden.

So wird’s gemacht
Die vollständigen Mengen findest du weiter unten in der Rezeptkarte. Hier der Ablauf: Äpfel schälen & entkernen → mit Apfelsaft (oder Wasser) & Zitronensaft aufkochen → nach Wunsch Zimt, Vanille und ggf. etwas Zucker zugeben → 15–20 Min. sanft köcheln → stückig stampfen oder fein pürieren.
- Zum Abschmecken: Zimt & Vanille passen einfach toll in ein Apfelmus. Zitrone macht es schön frisch und sorgt dafür, dass die Farbe erhalten bleibt.
- Ohne Zucker: Lass den Zucker einfach weg. Reife Äpfel und einige Apfelsorten haben ausreichend Süße. Sollte es dir nach der Zubereitung doch zu wenig Süß sein, kannst du noch immer Süße ergänzen.
Apfelmus einkochen & haltbar machen – so geht’s richtig
Du möchtest Vorräte anlegen? Hier drei von mir bewährte Methoden:
1) Heiß abfüllen (für ein paar Wochen im Kühlschrank):
- Gläser (mit Deckel) sterilisieren: 10 Min. in sprudelndem Wasser kochen oder im Ofen (120 °C, 15 Min.) erhitzen.
- Kochend heißes Mus randvoll einfüllen, sofort verschließen, 5 Min. auf den Kopf stellen, dann wieder umdrehen.
- Kühl & dunkel lagern, innerhalb weniger Wochen verbrauchen.
2) Einkochen/Einwecken (für mehrere Monate):
- Heißes Mus in vorbereitete Gläser füllen, Rand säubern, fest verschließen.
- In einem großen Topf/Wecktopf so platzieren, dass die Gläser nicht aneinanderschlagen. Mit heißem Wasser auffüllen (mind. bis unter den Deckel).
- Bei 90–95 °C ca. 30 Minuten einkochen. Danach im Wasser abkühlen lassen, herausnehmen und Vakuum prüfen (Deckel gewölbt nach innen).
- Kühl, dunkel lagern. Nach dem Öffnen im Kühlschrank innerhalb weniger Tage aufbrauchen.
3) Einfrieren:
- Vollständig abkühlen lassen, in gefriergeeignete Dosen/Beutel füllen.
- Portioniert bis zu 6 Monate einfrieren. Auftauen im Kühlschrank, kurz durchrühren.
Rezeptideen & Variationen
- Ohne Zucker: Komplett weglassen, insbesondere wenn du süße Sorten oder reife Äpfel verwendest. Im Anschluss kannst du immer noch mit Zucker, Agavendicksaft oder Ahornsirup süßen.
- Herbstlich: Zimt und Vanille wie im Rezept angegeben. Auch Kardamom oder eine Prise Muskat passen dazu.
- Apfel-Birne-Mus: Ersetze ⅓ der Äpfel durch reife Birnen.
- Mit Stücken: Nur grob zerstampfen statt pürieren.
- Babyfreundlich (ohne Zucker): Nur mit Wasser kochen und fein pürieren.
Und jetzt: Äpfel schnappen, Topf auf den Herd, los geht’s! <3

Häufige Fragen zum selbst gemachten Apfelmus
Welche Äpfel eignen sich am besten?
Säuerlich-aromatische Sorten wie Boskop, Braeburn, Elstar oder Golden Delicious liefern viel Geschmack und werden cremig. Ein Sortenmix ist ideal.
Brauche ich Zucker?
Nein – reife Äpfel sind oft süß genug. Du kannst optional am Ende abschmecken und minimal süßen.
Warum Zitronensaft?
Er balanciert Süße aus und hilft, dass das Mus hell bleibt.
Wie lange ist Apfelmus haltbar?
Heiß abgefüllt: einige Wochen im Kühlschrank. Eingekocht: mehrere Monate kühl & dunkel. Nach dem Öffnen zügig verbrauchen.
Kann ich Apfelmus einfrieren?
Ja, portioniert bis zu 6 Monate. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Wie bekomme ich es extra fein?
Länger pürieren oder durch ein feines Sieb/Flotte Lotte streichen – für seidige, samtige Textur.

Apfelmus selber machen – ohne Zucker & vegan
Zutaten
- 1 kg Äpfel (z.B. Boskop, Braeburn, Elster oder Golden Delicious)
- 100 ml Apfelsaft (oder Wasser)
- 2 EL Zitronensaft
- ½ TL Zimt
- ½ TL Vanillepulver
- 2 EL Zucker (optional, nach Bedarf)
Anleitung
- Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und grob klein schneiden.
- Äpfel in einen Topf geben. Apfelsaft (oder Wasser), Zitronensaft und nach Geschmack Zimt, Vanillepulver und Zucker hinzugeben.
- Aufkochen und anschließend bei niedrig bis mittlerer Hitze zugedeckt etwa 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind.
- Anschließend zerstampfen oder zu einem feinen Mus pürieren.
Anmerkungen
Nährwertangaben

