Diese veganen Kürbis Gnocchi sind aromatisch, wunderbar samtig und außen leicht golden angebraten. Also genau das Richtige für die Herbstzeit. Mit wenigen Zutaten, einfachen Arbeitsschritten und ohne Ei gelingen sie dir auch unter der Woche oder als gemütliches Wohlfühlessen am Wochenende.

Kürbis Gnocchi – Herbstliebe auf dem Teller
Warum du gerade dieses Rezept ausprobieren solltest? Weil es lecker, geling-sicher und unkompliziert ist. Gnocchi sind zwar nichts für die schnelle Küche, aber die Arbeitsschritte sind simpel und der Aufwand lohnt sich immer wieder. Ich mache dieses Rezept gerne am Wochenende, mit ein wenig mehr Zeit klappt es aber auch unter der Woche ganz wunderbar.
Die beste Kürbissorte für vegane Gnocchi
Theoretisch kannst du jedes Kürbispüree für vegane Gnocchi verwenden. Ich persönlich setze aber auf den Hokkaido: diese Kürbissorte ist aromatisch, wird im Ofen schnell weich und muss nicht geschält werden. Dies vereinfacht nicht nur den ganzen Kochprozess, sondern spart auch einiges an Zeit.
Nach dem Rösten kannst du ihn mit Schale fein pürieren.
Butternut funktioniert ebenfalls sehr gut, ist aber etwas wasserreicher (dann Teig ggf. mit etwas mehr Mehl ausgleichen).
Der Gnocchi-Teig: samtig, vegan & gelingsicher
Für den Teig brauchst du Kürbispüree und Kartoffelstampf aus mehligkochenden Kartoffeln. Für Bindung außerdem noch Mehl und Kartoffelstärke. Zum Würzen reichen Salz, Pfeffer und Muskat für mich persönlich aus.
Wenn du den Teig zubereitest ist es wichtig, den Teig zügig zu mischen, anstatt lange zu kneten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Teig durch das viele kneten zu zäh wird. Sollte der Teig zu klebrig sein, kannst du am Besten in kleinen Mengen (zum Beispiel 10g-Schritten) Mehl hinzugeben, bis er gerade eben formbar ist.


So wird’s noch leckerer: Rezeptideen & Variationen
- Salbei-„Butter“ (klassisch): passt perfekt dazu. Das Rezept findest du unten in der Rezeptkarte.
- Pilz-Rahm: schmeckt super herbstlich und lecker. Hier findest du ein Rezept für Pilz-Rahm, das du auch gerne zu den Gnocchi servieren kannst.
- Nuss-Topping: grob gehackte Walnüsse oder Haselnüsse in der Pfanne rösten und über die Gnocchi geben.
- Ohne Salbei: Wenn du Salbei nicht magst oder gerade nicht vorrätig hast, kannst du die Salbeiblätter auch weglassen und die Gnocchi stattdessen auch mit Chili-Knoblauch-Öl oder Tomaten-Sugo servieren.
Häufige Fragen zu Kürbis Gnocchi
Welche Kartoffeln eignen sich für Gnocchi?
Mehligkochende – sie bringen die richtige „Fluffigkeit“ und binden zusammen mit Mehl & Kartoffelstärke zuverlässig.
Muss ich Hokkaido Kürbis schälen?
Nein. Hokkaido kannst du mit Schale pürieren – das spart Zeit und macht die Gnocchi extra aromatisch.
Mein Gnocchi Teig ist zu klebrig, was tun?
Mehl nach und nach (in ca. 10-g-Schritten) ergänzen, bis der Teig gerade so formbar ist. Nicht überkneten.
Wie lange garen Gnocchi?
Ins siedende Salzwasser geben; wenn sie aufsteigen, noch etwa 4 Minuten sanft ziehen lassen – dann sind sie perfekt.
Welche Sauce passt am Besten zu (Kürbis) Gnocchi?
Die klassische Salbei-„Butter“ mit Zitronenabrieb ist der aromatische Kurzurlaub nach Italien – schnell, simpel und köstlich.

Kürbis Gnocchi – vegan & einfach
Zutaten
- 600 g Kürbis (Hokkaido)
- 300 g Kartoffeln (mehlig-kochend)
- 250 g Mehl
- 50 g Kartoffelstärke
- 1-2 EL Olivenöl
- 1 TL Salz
- Pfeffer
- Muskat
Salbei-Butter (Optional)
- 50 g vegane Butter (oder Margarine)
- Salbeiblätter (frisch)
- grobes Salz & Pfeffer
- Zitronenabrieb (optional)
- 1-2 EL Hefeflocken oder veganer „Parmesan“ (optional)
Anleitung
- Zunächst das Kürbispüree vorbereiten. Dafür den Ofen auf 200 °C Ober- Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Kürbis entkernen, in Spalten schneiden und auf das Backblech verteilen.
- Im vorgeheizten Ofen etwa 30-35 Minuten rösten, bis der Kürbis weich ist. Anschließend herausholen und den Kürbis mit Schale fein pürieren oder durch eine Presse/ Stampfer drücken. Vollständig auskühlen lassen.
- Während der Kürbis im Ofen ist Kartoffeln schälen in gesalzenem Wasser etwa 20-25 Minuten gar kochen. Anschließend das Wasser abgießen und die Kartoffeln noch heiß zerstampfen oder durch eine Presse drücken.
- Kürbispüree und Kartoffelstampf mit Mehl, Kartoffelstärke, Salz, Pfeffer, Muskat nach Geschmack und Öl zügig zu einem weichen, geschmeidigen Teig mischen. Das Mehl am Besten nach und nach zugeben, bis der Teig formbar ist. Sollte der Teig zu klebrig sein, in etwa 10 g Schritten Mehl ergänzen.
- Arbeitsfläche bemehlen. Teig in 4 Stücke teilen, jeweils zu 1,5-2 cm dicken Rollen formen und in fingerbreite Stücke schneiden. Wer mag kann die Stücke über die Zinken einer Gabel rollen für die typischen „Gnocchi-Rillen“. Auf ein bemehltes Brett oder einen bemehlten Teller legen.
- Einen großen Topf mit Salzwasser und einem Schuss Olivenöl zum Sieden (nicht sprudelnd kochen) bringen. Gnocchi portionsweise hineingeben und den Deckel aufsetzen. Sobald sie aufsteigen etwa 4 Minuten an der Oberfläche leicht köcheln lassen. Dann mit einer Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen.
- Zum Servieren vegane Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Gnocchi hinzugeben und rundherum kräftig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
- Salbei waschen und trocken schütteln. Zu den Gnocchi geben, optional etwas Zitronenabrieb hinzugeben und kurz mit anbraten.
- Gnocchi auf Teller verteilen, etwas zerlassene Butter aus der Pfanne mit Salbei darüber geben und nach Geschmack mit Hefeflocken oder veganem Parmesan servieren.
Anmerkungen
Nährwertangaben
