Es gibt eigentlich nur einen Kuchen, den ich in der Zwetschgen-Saison immer wieder backe und das ist dieser Zwetschgenkuchen vom Blech mit Hefeteig und Streuseln. Am liebsten gleich das ganze Blech, weil er einfach zu lecker ist, um nur eine kleine Menge davon zu haben.
Bei mir kommt dafür klassischer Hefeteig zum Einsatz, so wie ich den Zwetschgendatschi aus meiner Kindheit kenne und am liebsten gegessen habe.
Meine vegane Version schmeckt dabei genauso saftig und fluffig wie das Original mit Ei und Butter, nur eben komplett pflanzlich.

Zwetschgenkuchen vom Blech wie bei Oma – nur vegan
Zwetschgenkuchen läutet für mich immer den Übergang vom Spätsommer und in den Herbst ein. Es kann noch richtig schön sommerlich warm sein, aber alles wird ein bisschen gemütlicher und ruhiger. Als absolutes Sommerkind hilft mir der Zwetschgenkuchen dann sogar ein bisschen dabei den Sommer langsam loszulassen und die Vorfreude auf den Herbst aufkommen zu lassen.
Bei meiner veganen Variante war mir besonders wichtig, dass der Kuchen genauso lecker wie früher bei Oma schmeckt. Und ich glaube das ist mir mit meinem Rezept gelungen 😉 . Wer den Kuchen probiert hat, hat keinen Unterschied zur klassischen Variante, wie man sie von Oma kennt, geschmeckt, juhu.
Ein klassischer Zwetschendatschi besteht für mich aus einem lockeren Hefeteig und süß-säuerlichen Zwetschgen. Wer Streusel genauso gern isst wie ich, wird sich nun besonders freuen, denn auf meinem Kuchen findet ihr noch ordentlich knusprig-zimtige Streusel.
Mein Zwetschgenkuchen mit Streusel eignet sich auch perfekt für größere Runden. Denn vom Blech bekommst du reichlich Kuchen für Familienfeiern, den Kaffeeklatsch mit Freunden oder einfach, um ein paar Tage etwas Süßes im Haus zu haben. Falls du den Kuchen lieber in einer anderen Form backen möchtest, zum Beispiel in einer Springform oder Kastenform, kannst du dir die passenden Mengen ganz einfach mit meinem kostenlosen Backform-Umrechner auf dem Blog ausrechnen lassen.

So gelingt der Hefeteig für deinen Zwetschgenkuchen
Die richtige Hefe
Für diesen Zwetschgenkuchen aus Hefeteig verwende ich frische Hefe, die in lauwarmer pflanzlicher Milch aufgelöst wird. Achte darauf, dass die Milch wirklich nur lauwarm und nicht zu heiß ist, da Hefe ab etwa 40 °C ihre Triebkraft verliert. Falls du lieber Trockenhefe verwenden möchtest, kannst du sie in entsprechender Menge ersetzen und sie direkt unter das Mehl mischen.
Kneten und gehen lassen
Der Teig sollte 8 bis 10 Minuten lang gründlich geknetet werden, damit sich das Gluten im Mehl gut entwickelt und der Teig später schön elastisch wird. Anschließend braucht er etwa 60 Minuten an einem warmen Ort, um aufzugehen. Am besten deckst du die Schüssel dabei mit einem Küchentuch ab, damit der Teig nicht austrocknet.
Die Streusel
Da die Streusel bei diesem Rezept aus denselben Grundzutaten wie viele andere Streuselkuchen bestehen, kannst du sie problemlos schon während der Gehzeit des Hefeteigs zubereiten. Wichtig dabei ist nur, die kalte vegane Butter zügig unter Mehl, Zucker, Zimt und Salz zu kneten, damit die Streusel schön krümelig bleiben und beim Backen nicht zerlaufen.
Zwetschge und Pflaume – ist das nicht das Gleiche?
Im Alltag werden die Begriffe Zwetschge und Pflaume oft synonym verwendet, botanisch gesehen gibt es aber tatsächlich einen Unterschied. Zwetschgen sind eine Unterart der Pflaume: Sie sind meist länglicher, fester im Fruchtfleisch und lassen sich leichter vom Stein lösen, was sie besonders gut zum Backen macht. Klassische Pflaumen sind dagegen oft runder, saftiger und weicher, wodurch sie beim Backen schneller zerfallen können.
Für dieses Rezept eignen sich daher klassische Zwetschgen am besten, da sie ihre Form beim Backen gut behalten und nicht zu viel Flüssigkeit abgeben. Solltest du dennoch nur Pflaumen zur Hand haben, funktioniert das Rezept trotzdem, der Kuchen wird dann aber etwas saftiger und die Zwetschgen-Hälften weniger kompakt.
Rezeptideen & Variationen
Dieser Zwetschgenkuchen lässt sich gut abwandeln:
- Mit Marzipan: Einfach kleine Marzipanstückchen zwischen den Zwetschgen verteilen.
- Mit Mandeln: Gehobelte Mandeln über die Streusel streuen geben.
- Andere Form: Statt vom Blech lässt sich der Teig auch in einer Springform backen. Nutze dafür gern meinen Backform-Umrechner, um die Mengen anzupassen.
- Ohne Streusel: Für eine schlichtere Variante den Kuchen nach dem Backen nur mit Puderzucker bestäuben.
- Mit Nüssen im Teig: Gehackte Walnüsse in den Streuselteig einarbeiten, so schmeckt es noch herbstlicher.

Häufige Fragen zum Zwetschgendatschi mit Streusel
Was ist Zwetschgendatschi eigentlich?
Zwetschgendatschi ist die bayerische Bezeichnung für einen Blechkuchen aus Hefeteig, der dicht mit halbierten Zwetschgen belegt wird. Traditionell stammt der Name aus dem süddeutschen Raum, wird mittlerweile aber deutschlandweit für diese Art Zwetschgenkuchen verwendet.
Wie viele Zwetschgen braucht man für einen Kuchen?
Für ein Backblech rechnet man in der Regel mit etwa 1,5 kg Zwetschgen, damit der Kuchen dicht belegt ist. Die genaue Menge hängt aber auch von der Größe der Früchte und der Blechgröße ab.
Welche Zwetschgen eignen sich am besten zum Backen?
Am besten eignen sich feste, reife Zwetschgen, die sich leicht vom Stein lösen lassen. Zu weiche oder überreife Früchte geben beim Backen zu viel Flüssigkeit ab und können den Teig durchweichen.
Wie herum legt man die Zwetschgen auf den Kuchen?
Die halbierten Zwetschgen werden klassisch mit der Schnittfläche nach oben aufgelegt, sodass sie sich beim Backen leicht öffnen. So verteilt sich der Fruchtsaft gleichmäßiger im Kuchen.
Was kann man tun, damit der Zwetschgenkuchen nicht durchweicht?
Damit der Boden nicht durchweicht, sollte der Hefeteig vor dem Belegen gut aufgegangen und nicht zu dünn ausgerollt sein. Auch das Verwenden fester statt überreifer Zwetschgen hilft, überschüssige Feuchtigkeit zu vermeiden.
Wann kommen die Streusel auf den Zwetschgenkuchen?
Die Streusel werden direkt vor dem Backen über die belegten Zwetschgen gestreut, nicht erst danach. So verbinden sie sich beim Backen leicht mit dem Fruchtsaft und werden schön knusprig.
Wie erkenne ich, dass der Zwetschgenkuchen fertig gebacken ist?
Der Kuchen ist fertig, wenn der Hefeteig am Rand goldbraun ist und sich vom Blech löst. Zur Sicherheit kannst du zusätzlich mit einem Holzstäbchen in den Teigrand stechen – bleibt kein Teig daran kleben, ist der Kuchen durchgebacken.
Was passt gut zu Zwetschgendatschi?
Klassisch wird Zwetschgendatschi mit einem Klecks pflanzlicher Schlagsahne serviert. Auch eine Kugel Vanilleeis oder etwas Puderzucker passen hervorragend dazu.
Wie lange ist Zwetschgenkuchen haltbar und wie bewahrt man ihn auf?
Abgedeckt bei Zimmertemperatur hält sich der Kuchen etwa 2–3 Tage, im Kühlschrank auch etwas länger. Am besten schmeckt er aber frisch am ersten oder zweiten Tag.
Kann man Zwetschgenkuchen einfrieren?
Ja, der Kuchen lässt sich gut in einzelnen Stücken einfrieren. Zum Auftauen legst du die Stücke am besten über Nacht in den Kühlschrank oder lässt sie für ein paar Stunden bei Zimmertemperatur stehen.
Hast du diesen veganen Zwetschgenkuchen ausprobiert? Ich freue mich riesig, wenn du mir ein Foto auf Instagram schickst oder mir unten einen Kommentar mit deiner Bewertung dalässt!

Veganer Zwetschgenkuchen vom Blech (Zwetschgendatschi)
Zutaten
Für den Hefeteig
- 550 g Weizenmehl
- 120 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1/4 TL Salz
- 1/2 Würfel frische Hefe
- 270 ml lauwarme vegane Milch
- 100 g weiche vegane Butter
Für die Streusel
- 300 g Mehl
- 150 g Zucker
- 1,5 TL Zimt
- 1 Prise Salz
- 150 g vegane Butter
Außerdem
- 1,5 kg Zwetschgen
Anleitung
- Für den Hefeteig Mehl, Zucker und Vanillezucker in einer Rührschüssel vermischen. Hefe in die lauwarme Milch bröseln und darin auflösen. Zusammen mit der weichen Butter in die Rührschüssel geben. Mit einer Küchenmaschine oder dem Knethaken eines Handrührgeräts 8–10 Minuten zu einem Teig kneten. Anschließend zugedeckt 60 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.
- In der Zwischenzeit alle Zutaten für die Streusel zu einem Teig kneten und bis zur Verwendung kühl stellen.
- Zwetschgen waschen, trocken tupfen und halbieren. Stein entfernen.
- Ein Backblech einfetten oder mit Backpapier auslegen. Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Hefeteig auf das Blech geben und gleichmäßig verteilen.
- Den Hefeteig dicht mit den Zwetschgen belegen und die Streusel darüber verteilen.
- Den Kuchen im vorgeheizten Ofen etwa 40 Minuten backen. Anschließend herausnehmen und leicht auskühlen lassen.
Anmerkungen
Nährwertangaben

