Veganes Gulasch mit Klöße & Apfel-Rotkohl | Polnisches Weihnachtsessen

Veganes Gulasch mit Klöße & Apfel-Rotkohl. Ein traditionelles polnisches Weihnachtsessen vegan zubereitet! Ein veganes Gulasch aus Soja-Schnetzel in einer fruchtig-aromatischen braunen Sauce, schlesische „Kluski“ aus Kartoffeln und leckerer Rotkohl mit Apfel – ein absoluter Weihnachtsklassiker! Das einfache Rezept ist Teil meines polnisches Weihnachtsmenüs und eine vegane Inspiration unseres Familienrezepts.

Veganes Gulasch mit Klöße und Apfel-Rotkohl.

Vegane Weihnachten & polnische Traditionen

Auf meinem Blog habe ich euch einen Einblick in unsere polnisches Weihnachtstraditionen gegeben. Zu diesen Traditionen zählt auch unser 3-Gänge-Weihnachtsmenü an Heiligabend, welches ich vegan zubereitet habe. Die Rezepte für die einzelnen Gänge findet ihr hier:

Heute möchte ich ein weiteres polnisches Traditionsessen mit euch teilen, welches es zum 2. Weihnachtstag bei uns gibt:

Schlesische Kluski mit Pute und brauner Sauce und Apfel-Rotkohl. Und ich freue ich total, euch in diesem Jahr eine vegane Variante des Weihnachtsklassikers zu präsentieren!

Gulasch aus Soja-Schnetzel mit Klöße und Rotkohl.

Veganes Gulasch mit Klöße und Apfel-Rotkohl

Ich habe mich bei meiner Mama nach dem Rezept erkundigt und eine vegane Variante daraus zubereitet, was gar nicht so schwer war. Der Apfel-Rotkohl als auch die leckerste braune Sauce sind bereits vegan. Die Klöße habe ich ganz ohne Ei und Ersatzprodukte gemacht und das Putenfleisch durch marinierte Soja-Schnetzel ersetzt.

Es schmeckt unheimlich lecker und ist zudem ganz einfach zubereitet.

Schlesische Kluski mit veganem Gulasch, brauner Sauce und Apfel-Rotkohl.

Polnisches Weihnachtsessen – so geht’s

Das Gericht besteht im Grunde aus vier Komponenten, die alle einfach gemacht sind:

Braune Sauce – fruchtig und aromatisch

Diese Sauce ist mit Abstand meine Lieblingssauce. Grundlage bilden Gemüse und Gemüsebrühe. Verfeinert wird die Sauce durch Tomatenmark und Pflaumenmus, was die Sauce so unheimlich leicht und fruchtig macht. Zusammen püriert ergibt sich eine leckere und cremige Sauce.

Servieren kann man die Sauce zum Beispiel zu Fleischalternativen wie Soja-Schnetzel oder auch Gemüse, wie Pilzen.

Veganes Gulasch aus Soja-Schnetzel

Ich habe mich dazu entschieden, die braune Sauce zusammen mit Soja-Schnetzel als Fleischalternative zu servieren. Hierzu habe ich die eingeweichten Soja-Schnetzel mariniert, dann scharf angebraten und zum Schluss in der braunen Sauce köcheln lassen. Die Soja-Schnetzel schmecken durch das Marinieren würzig und passen ideal zu der Sauce.

Alternativ könnt ihr auch Gemüse, wie kleine Champignons, verwenden oder eine Fleisch-Alternative komplett weglassen.

Statt Schnetzel eignen sich auch Medaillons prima. Ich habe meine beispielsweise von KoRo. Dort findet ihr sie als „Geschnetzeltes“ in den Varianten fein und grob, „Medaillons“ oder auch aus Erbsenprotein als „Schnetzel“ Variante. Mit meinem Code „ANJA“ könnt ihr bei eurer KoRo Bestellung außerdem 5% sparen. 

Veganes Gulasch mit Klöße und Apfel-Rotkohl.

Vegane Klöße – Schlesische „Kluski“

Bei den polnischen Kluski handelt es sich um einfache, kleine Kartoffelklöße. Typisch für die Klöße ist die Mulde. Diese einfache, aber geniale Mulde ist nämlich ein Platzhalter für die Sauce ;-).

Die Klöße sind einfach und aus wenigen Zutaten gemacht. Man benötigt mehlig-kochende Kartoffeln und Kartoffelmehl sowie Öl und Salz. Wichtig ist, die gekochten Kartoffeln noch warm zu stampfen und zu Klößen zu verarbeiten.

Beim Kochen solltet ihr darauf achten, die Klöße nicht in stark kochendem Wasser zu kochen. Hier besteht die Gefahr, dass sie Auseinanderfallen. Die Klöße sollten besser in nur leicht kochendem Wasser sowie bei geschlossenem Deckel gekocht werden.

Rotkohl mit Apfel

..ein absoluter Weihnachtsklassiker, oder? Der fruchtige Apfel-Rotkohl rundet das ganze Gericht ab. Der Rotkohl ist einfach gemacht und schmeckt durch einen Schuss Orangensaft besonders lecker. 

An dieser Stelle ein großes Danke an meine Mama, die mich bei der Rezeptentwicklung und -erstellung unterstützt hat. Ohne dich und deine Hilfe wären die veganen Varianten unserer polnischen Familienrezepte nicht möglich gewesen <3.

Du suchst nach mehr veganen Weihnachtsrezepten? Probier eines von diesen Rezepten aus…

Wenn du das vegane Gulasch mit Klöße und Apfel-Rotkohl ausprobierst, dann hinterlass mir unbedingt ein Kommentar und/ oder bewerte das Rezept! Ich freue mich immer von euch zu lesen und zu erfahren, wie euch meine Rezepte schmecken! Wenn du das Rezept ausprobiert hast und es auf Instagram als Foto teilst, dann verwende den Hashtag #byanjushka . Ich freue mich eure Kreationen zu sehen!

Veganes Gulasch mit Klöße und Apfel-Rotkohl.

Veganes Gulasch mit Klöße und Apfel-Rotkohl

Veganes Gulasch mit Klöße & Apfel-Rotkohl. Ein traditionelles polnisches Weihnachtsessen vegan zubereitet! Ein veganes Gulasch aus Soja-Schnetzel in einer fruchtig-aromatischen braunen Sauce, schlesische "Kluski" aus Kartoffeln und leckerer Rotkohl mit Apfel - ein absoluter Weihnachtsklassiker! Das einfache Rezept ist Teil meines polnisches Weihnachtsmenüs und eine vegane Inspiration unseres Familienrezepts.
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Gericht: Abendessen, Dinner, Hauptgericht, Lunch, Main Course, Weihnachtsmenü
Land & Region: Polen
Schlagwort: vegane weihnachten, Weihnachtsessen, Weihnachtsmenü, Weihnachtsrezepte
Portionen: 4 Portionen
Autor: Anja Romaniszyn

Zutaten

Braune Sauce (für Gulasch)

  • 3 EL Öl (zum Anbraten)
  • 100 g Sellerie (klein geschnitten)
  • 1 kleine Möhre (klein geschnitten)
  • 1 rote Zwiebel (klein gehackt)
  • 2 Knoblauchzehen (kleein gehackt)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1-2 EL Pflaumenmus
  • 1 EL Mehl
  • 2 EL Soja Sauce
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • Salz und Pfeffer (zum Abschmecken)

Veganes Gulasch

  • 150 g Soja Schnetzel (oder Medaillons)
  • 300 ml Gemüsebrühe (heiß)
  • 50 ml Soja Sauce
  • 30 g Tomatenmark
  • 20 ml Balsamico Essig
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Ahornsirup
  • 1/2 TL Pfeffer
  • Öl (zum Anbraten)

Vegane Klöße (Schlesische Kluski)

  • 1 kg mehlig-kochende Kartoffeln (geschält)
  • 2 TL Salz
  • 2 EL Öl
  • 200 g Kartoffelmehl*

Apfel-Rotkohl

  • 1 Rotkohl (ca. 1 kg)
  • 1 Apfel
  • 3 EL Öl (zum Anbraten)
  • 2 EL Zucker
  • 1-2 TL Salz
  • 100 ml Orangensaft
  • 2 EL Apfelessig
  • Salz und Pfeffer (zum Abschmecken)
  • Zimt (optional)

Anleitung

Braune Sauce (für Gulasch)

  • Öl in einer hohen Pfanne erwärmen. Sellerie und Möhre dazugeben und etwa 5 bis 8 Minuten anbraten. Zwiebel und Knoblauch hinzugeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. 10 Minuten braten. Tomatenmark und Pflaumenmus einrühren.
  • Das ganze mit Mehl bestäuben, gut verrühren und weitere 2 bis 3 Minuten braten. Dabei ständig weiter rühren. Soja Sauce und Gemüsebrühe dazugießen und gut verrühren. Aufkochen lassen und mit geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen.
  • Die Sauce in einen Topf gießen. Das Gemüse dabei mit einem Sieb auffangen und mit einem Pürierstab fein pürieren. Löffelweise in mit in die Flüssigkeit im Topf einrühren. Zum Schluss mit Salz und reichlich schwarzem Pfeffer würzen.

Veganes Gulasch

  • Soja Schnetzel oder Medaillons mit heißer Gemüsebrühe aufgießen und etwa 10 Minuten darin einweichen. Anschließend abgießen und das Wasser sorgfältigt aus den Soja-Stücken herausdrücken.
  • In einer großen Schüssel die restlichen Zutaten zu einer Marinade verrühren und die Soja-Schnetzel hinzugeben. Alles gut miteinander vermengen und mindestens 30 Minuten darin ziehen lassen*.
  • Öl in einer Pfanne erhitzen. Die marinierten Soja Schnetzel in die Pfanne geben und ca. 5 Minuten scharf anbraten. Dann die Temperatur herunter stellen und unter Rühren weitere 2-3 Minuten anbraten.
  • Einen Teil braune Sauce hinzugeben (etwas für die Klöße aufheben) und bei niedriger Temperatur ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen.

Vegane Klöße (Schlesische Kluski)

  • Die geschälten Kartoffeln in einem großen Topf in Salzwasser kochen, bis sie gar sind. Anschließend das wasser abgießen und die heißen Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse pressen oder mit einem Kartoffelstampfer glatt stampfen.
  • Kartoffelmehl, Salz und Öl hinzugeben und zu einem Teig verarbeiten, solange die Kartoffeln noch warm sind. Zu kleinen Klößchen formen (Menge ausreichend für etwa 15 kleine Klöße// etwa 50 bis 60g pro Kloß) und mit dem Finger eine kleine Mulde mittig reindrücken (Platz für die Sauce beim Servieren).
  • In einem großen Topf Wasser auskochen und reichlich salzen. Klöße hineingeben und etwa 20 Minuten bei geschlossenem Deckel leicht köcheln lassen. Hierbei darauf achten, dass das Wasser nicht stark kocht, da die Klöße ansonsten auseinanderfallen können.
  • Zum Schluss mit einem Schopflöffel herausnehmen.

Apfel-Rotkohl

  • Die äußeren Blätter des Rotkohls entfernen. Dann halbieren, vierteln und den Strunk entfernen. Den Kohl in feine Streifen schneiden. Apfel schälen, Kerngehäuse entfernen und klein schneiden.
  • Öl in einem Topf erhitzen, Rotkohl, Apfel, Zucker und Salz in den Topf geben und etwa 5 Minuten anbraten. Dabei stetig umrühren. Orangensaft und Apfelessig hinzugeben, gut verrühren und mit geschlossenem Deckel etwa 45 bei niedriger Hitze garen. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. Für eine weihnachtliche Note kann noch etwas Zimt hinzugegeben werden (optional).

Servieren

  • Zum Schluss die Klöße mit veganem Gulasch, brauner Sauce und Rotkohk servieren.

Anmerkungen

  • Es gibt einen Trick, wie man die richtige Menge an Kartoffelmehl verwendet: Dazu die gestampften Kartoffeln in vier Teile aufteilen. Einen Teil davon an die Seite geben und in das "Loch" so viel Mehl geben, bis es vollständig ausgefüllt ist. Anschließend mit den restlichen Zutaten verkneten.
  • Je länger du die Soja-Schnetzel in der Marinade ziehen lässt, desto aromatischer schmecken sie. Du kannst sie alternativ am Tag zuvor vorbereiten und im Kühlschrank über Nacht ziehen lassen.
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Rezept Bewertung




5 Gedanken zu „Veganes Gulasch mit Klöße & Apfel-Rotkohl | Polnisches Weihnachtsessen“

  1. Sehr, sehr lecker! Man spürt die alte Familientradition und Liebe beim Kochen bei dem Rezept!
    Auch meine Söhne, die nicht alles Vegane mögen, waren begeistert.
    Vielen Dank!

    Antworten
  2. Guten Tag und danke für das tolle Rezept, welches wir zu Weihnachten aßen. Ich mag auch sehr die genauen Beschreibungen, die Sie verfassen (also neben den Bildern und den tollen Ideen).

    Eine Anmerkung habe ich:

    Am Ende des Rezeptes hinterlassen Sie einen Tipp in Bezug auf die richtige Menge an Kartoffelmehl:

    „Es gibt einen Trick, wie man die richtige Menge an Kartoffelmehl verwendet: Dazu die gestampften Kartoffeln in vier Teile aufteilen. Einen Teil davon an die Seite geben und in das „Loch“ so viel Mehl geben, bis es vollständig ausgefüllt ist. Anschließend mit den restlichen Zutaten verkneten.“

    Es war uns nicht möglich, diese Beschreibung umzusetzen. Wenn die gestampften Kartoffeln in vier Teil aufgeteilt sind und ich einen Teil weg nehme, ist dann mit diesem fehlenden Viertel das „Loch“ gemeint“? Und ist mit „vollständig aufgefüllt“ eben gemeint, dass es soviel Kartoffelmehlmasse sein soll wie entnommende Karoffelstampfmasse?

    Viele Grüße
    Steffen Andreae

    Antworten

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