Ich bin sicher nicht die einzige, die ein großer Fan von Steinpilzen ist. Vielleicht liegt es an meinen polnischen Wurzeln und der Liebe zu Pilzgerichten, die in unserer Familie schon immer groß war, aber so ein feines Steinpilzrisotto könnte ich wirklich jeden Tag essen.
Mein veganes Steinpilzrisotto Rezept ist unkompliziert gemacht, denn alles wird in nur einer Pfanne oder in einem großen Topf zubereitet.

Veganes Steinpilzrisotto – cremig, herzhaft und perfekt für den Herbst
Ein Steinpilzrisotto gehört vielleicht zu den Gerichten, die auf den ersten Blick nach großem Aufwand aussehen. In Wirklichkeit braucht man aber nur wenige Zutaten und Handgriffe. Nur etwas Geduld ist gefragt 😉 .
Für mein Pilzrisotto verwende ich getrocknete Steinpilze. Die schmecken besonders intensiv und geschmackvoll. Außerdem sind sie leichter und ganzjährig zu besorgen, anders als frische Steinpilze. Zudem ist der Geschmack deutlich intensiver. Getrocknete Steinpilze gibt es in gut sortierten Supermärkten oder auch online.
Dieses Rezept ist komplett vegan und kommt trotzdem ganz ohne Parmesan oder Sahne aus. Die Cremigkeit entsteht allein durch die richtige Risotto-Technik und das langsame Einrühren der Brühe. Der Parmesan wird durch Hefeflocken ersetzt. Diese haben einen würzigen und käsigen Geschmack und eignen sich daher perfekt als Ersatz.
Getrocknete Steinpilze richtig verwenden
Statt frischer Pilze kommen in mein Risotto getrocknete Steinpilze. Das hat mehrere Vorteile: Getrocknete Steinpilze sind ganzjährig erhältlich, deutlich günstiger als frische und schmecken durch den Trocknungsprozess besonders intensiv und geschmackvoll. Bevor sie in die Pfanne wandern, müssen sie allerdings in Wasser eingeweicht werden. Etwa 20 Minuten reichen in der Regel aus, bis sie wieder weich sind.
Das Einweichwasser solltest du dabei unbedingt aufheben und später mit in das Risotto geben, denn genau darin steckt ein Großteil des Geschmacks.

So wird Risotto cremig – auch ohne Sahne
Ein gutes Risotto ist für mich cremig und „schlotzig“. Viele denken, dass das vor allem durch die Sahne entsteht. Das ist aber gar nicht so. Schlotzig wird es durch die Stärke, die der Risottoreis beim Köcheln abgibt.
Wichtig dafür ist, dass du die Brühe nur nach und nach in kleinen Portionen zugibst und immer wieder umrührst, statt alles auf einmal in den Topf zu schütten. So hat der Reis Zeit, die Flüssigkeit langsam aufzunehmen und die Stärke freizusetzen.
Die Hefeflocken übernehmen am Ende die Rolle, die sonst Parmesan spielen würde: Sie binden zusätzlich und geben dem Risotto einen würzig-nussigen, leicht käsigen Geschmack. So richtig rund und perfekt macht für mich ein zusätzlicher Klecks vegane Butter, die ich zum Schluss einrühre.
Rezeptideen & Variationen
Dieses vegane Steinpilzrisotto lässt sich wunderbar abwandeln:
- Mit mehr Pilzen: Statt oder zusätzlich zu Champignons passen auch Kräuterseitlinge oder Pfifferlinge.
- Extra cremig: Einen zusätzlichen Klecks vegane Butter oder etwas vegane Kochsahne am Ende unterrühren.
- Mit Kräutern: Frischer Thymian oder Rosmarin passen sehr gut dazu.
- Ohne Alkohol: Den Weißwein einfach durch zusätzliche Gemüsebrühe ersetzen.
- Als Vorspeise: In kleineren Portionen serviert eignet sich das Risotto auch hervorragend als festlicher Starter.

Häufige Fragen zu Steinpilzrisotto
Wie lange müssen getrocknete Steinpilze eingeweicht werden?
In der Regel reichen etwa 20 Minuten in warmem Wasser aus, bis die Steinpilze wieder weich sind. Je nach Größe der Stücke kann es auch etwas länger dauern.
Muss man das Einweichwasser der Steinpilze verwenden?
Ja, unbedingt – im Einweichwasser steckt ein Großteil des intensiven Pilzaromas. Am besten gießt du es vorsichtig ab und lässt nur die letzten, oft sandigen Reste zurück.
Kann man Steinpilzrisotto auch ohne Champignons machen?
Ja, die Champignons sind optional und können problemlos weggelassen werden. Das Risotto schmeckt auch ohne sie dank der Steinpilze herrlich würzig.
Warum wird mein Risotto nicht cremig?
Meist liegt es daran, dass die Brühe zu schnell oder in zu großen Mengen zugegeben wurde. Gib die Brühe lieber nach und nach dazu und rühre regelmäßig um, damit der Reis seine Stärke freisetzen kann.
Welcher Reis eignet sich für Risotto?
Am besten eignen sich klassische Risottoreis-Sorten wie Arborio oder Carnaroli, da sie besonders viel Stärke enthalten und dadurch die typische cremige Konsistenz ermöglichen.
Wie lange ist Steinpilzrisotto haltbar?
Im Kühlschrank hält sich das Risotto abgedeckt etwa 1–2 Tage. Am besten schmeckt es aber frisch zubereitet, da es beim Aufwärmen etwas an Cremigkeit verlieren kann.
Kann man Risotto aufwärmen?
Ja, am besten erwärmst du es langsam in einer Pfanne mit einem kleinen Schuss Brühe oder Wasser, damit es wieder cremig wird. In der Mikrowelle besteht die Gefahr, dass es ungleichmäßig austrocknet.
Hier findest du noch mehr Pilz-Rezepte für den Herbst:
- Gefüllte Klöße mit Pilzen
- Pilzragout
- Spätzle in Pilzrahmsauce
- Pierogi mit Pilzfüllung
- Cremige Pilzsuppe
Und hier weitere Risotto Rezepte:
Hast du dieses vegane Steinpilzrisotto ausprobiert? Ich freue mich riesig, wenn du mir ein Foto auf Instagram schickst oder mir unten einen Kommentar mit deiner Bewertung dalässt!

Cremiges veganes Risotto mit Steinpilzen und Champignons
Zutaten
Für das Risotto:
- 30 g getrocknete Steinpilze
- 300 ml Wasser (zum Einweichen)
- Olivenöl (zum Braten)
- 200 g Champignons (optional)
- 50 g Vegane Butter
- 2 Schalotten
- 2 TL Zucker
- 250 g Risottoreis
- 500 ml Weißwein (oder mehr Brühe)
- 750 ml Gemüsebrühe
- 4 EL Hefeflocken
- Petersilie
- Salz und Pfeffer
Anleitung
- Die getrockneten Steinpilze etwa 20 Minuten in Wasser einweichen. Das Einweichwasser später nicht wegschütten.
- Die Champignons putzen und in etwas Öl 3–5 Minuten scharf anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.
- Die Schalotten fein schneiden. Etwa die Hälfte der Butter in derselben Pfanne schmelzen und die Schalotten mit einer Prise Zucker darin glasig dünsten.
- Die eingeweichten Steinpilze dazugeben und kurz mitbraten.
- Den Risottoreis dazugeben und kurz anrösten. Dann das Einweichwasser der Steinpilze und den Weißwein dazugießen und einköcheln lassen.
- Nach und nach die Brühe angießen, bis der Reis sie komplett aufgesogen hat. Anschließend die Hefeflocken einrühren.
- Die gebratenen Champignons, die restliche Butter und die Petersilie einrühren, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.
Anmerkungen
Nährwertangaben
